Mai
2001
DAIS*-Studienergebnisse
vorgestellt: Mikronisiertes Fenofibrat bremst bei Diabetikern
die Progression der KHK
London.
Über positive Effekte einer lipidsenkenden Therapie bei Patienten
mit Typ-II-Diabetes berichtete Prof. George Steiner (Toronto)
auf einer von Fournier Pharma veranstalteten Pressekonferenz.
Die DAIS-Studie (Diabetes Atherosclerosis Intervention Study)
konnte belegen, dass eine Langzeittherapie mit mikronisiertem
Fenofibrat (Lipidilâ)
die Koronarsklerose signifikant verzögert.
Das
KHK-Risiko ist bei Diabetikern auch wegen einer häufig ebenfalls
vorliegenden Fettstoffwechselstörung deutlich erhöht. In die
jetzt präsentierte internationale Studie, die in Kooperation
mit der WHO konzipiert worden war, wurden
insgesamt 418 Typ-II-Diabetiker eingeschlossen, die zu Studienbeginn
weitgehend normale Gesamt- und LDL-Cholesterinwerte, aber erhöhte
Triglyzerid- und erniedrigte HDL-Werte aufwiesen. Randomisiert
wurde mehr als drei Jahre lang mit täglich 200 Milligramm
mikronisiertem Fenofibrat oder Placebo behandelt.
So
konnten z. B. unter mikronisiertem Fenofibrat die Triglyzeride
um 30 Prozent reduziert werden. Zu Beginn und am Ende der Therapie
wurden mit quantitativer Koronarangiographie der Gefäßstatus
erfasst. In Bezug auf fokale Koronarläsionen konnte mikronisiertes
Fenofibrat im Placebovergleich die Progression der Koronarsklerose
signifikant um 40 %, die Zunahme der segmentalen Lumeneinengung
um 25 % reduzieren.
DAIS
war zwar nicht als klinische Endpunktstudie konzipiert worden,
dennoch konnte unter mikronisiertem Fenofibrat auch eine Abnahme
kardiovaskulärer Ereignisse um 23 Prozent beobachtet werden.
*LANCET
2001; 357: 905-10
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